Heute trauen wir uns was. Wir warnen Sie lieber vorher! Wir reissen heute ein altgedientes Gebot – oder nennen wir es gleich beim Namen: einen Mythos – ein. Dieses gilt oft als Fundament im Kundenumgang. «Der Kunde ist König». QUATSCH! Weg damit. Wir rufen aus: «Der König ist tot – lang lebe der Partner!» Bitte geben Sie uns die Chance für unsere Erklärung.
Es sollte überhaupt nicht schlimm sein, dass wir diesen König für tot erklärt haben, er hat ohnehin NIE existiert. Was existiert hat, war lediglich ein Mythos. Ein Versuch den Kunden durch Amtsgebung in verbaler Form, als etwas Besonderes darzustellen. Dem Kunden einen speziellen und besonderen Status zu verleihen. Dem widersprechen wir keinesfalls. Er war, ist und bleibt sehr wertvoll – dieser Mensch – er ist Kunde! Das macht ihn zum Wertvollsten in Unternehmen überhaupt. Er ist derjenige, der dem Unternehmen einen Sinn verleiht. Allerdings braucht es dafür nicht den geschenkten Titel eines Königs. Dieser Mensch «Kunde», wurde im übrigen auch überhaupt gar niemals als König behandelt. NIEMALS! Wissen Sie, wie man einen König standesgemäss behandelt? Welche Verhaltensregeln gelten? Wir sind uns nicht mal sicher, wir können lediglich mutmassen. Vom Roten Teppich ausrollen, über einen Knicks machen bevor man Ihn anspricht, zu jeden seiner Wünschen erfüllen und insgesamt eher demütig und unterwürfig gegenübertreten. So was in der Art stellen wir uns vor. Auch wenn wir es nicht mit absoluter Gewissheit sagen können, glauben wir irgendwie nicht daran, dass er eine Nummer ziehen muss, bevor er hofiert wird.
Hat ein König nicht auch einen Alleinanspruch an seine Position? Das wäre nun wahrlich ein Problem für Unternehmen geworden oder kam es so zu der Nummerzieherei?
Wir meinen es ist absolute Klasse, wenn ein Kunde als genau solcher behandelt wird. Folglich ist der Kunde ein Partner und genau als solcher sollte er behandelt werden. Es kann nicht erfolgreich sein eine Parole auszurufen, den Kunden per Titel auf ein Podest zu stellen und letztlich nicht zu wissen was genau es bedeutet und wie man mit dieser fremden Situation umgeht. Weshalb sich selber und seine Mitarbeiter in eine «unterwürfige» Position bringen? Wurde der Kunde eigentlich gefragt, ob er wie ein König behandelt werden möchte? Sprich, wollte er eine für ihn fremde Rolle übernehmen?
Kunden wollen ernst genommen und verstanden werden. Wirklich verstehen kann man nur jemanden, dem man auf Augenhöhe begegnet. Wenn beide echt sind und keine Rollen spielen- nicht Untertan und König sondern Anbieter und Konsument- dann haben sie die Chance auf eine vernünftige «Beziehung». Respekt – Loyalität – Fairness und Interesse sind tragende Säulen für eine funktionierende Beziehung. Wenn diese im Geschäftsalltag gelebt werden, kann es zu solchen Servicebomben wie «dem Nummer ziehen» nicht kommen! Oder müssen Sie eine Nummer ziehen, bevor Sich sich an Ihren Partner/Ihre Partnerin wenden?
In diesem Sinne- lang lebe der Partner!
